Haut und Hormone
Die Haut ist ein Sinnesorgan, Immunorgan, Ausdruck des Stoffwechsels und – wollen wir es wagen zu sagen – im weitesten Sinn ein Geschlechtsorgan. Die erotisierende Ausstrahlung der Haut ist uns vertraut. Das die Haut auf die Hormone reagiert, die von den Sexualdrüsen ausgehen, wissen die geplagten pieckligen Jugendlichen wie die schönen schwangeren Frauen und …..
Männliche und weibliche Hormone verändern die Haut, erneuern die Oberhaut, Hormone stärken die Haut, steuern die Drüsen der Haut, Hormone erneuern die Kollagene und verstärken das Elastin,steuern die Durchblutung und beeinflussen so das Hautkolorit, Hormone schützen die Nervenendungen der Haut, Hormonmangel schadet der Haut.
Welches sind diese Hormone?
- Östrogen
- Androgene
- Gelbkörperhormone
- Progesteron
Eine gut durchblutete Haut signalisiert Frische und Jugend, dafür muß das Blut im Inneren der Gefäße fließen können – und mit Hilfe der Östrogene wird das Blugefäßsystem weitgestellt. Kollagene gewährleisten Straffheit und Stärke der Haut, deren Bildung Östrogene beeinflussen. Neben den Kollagenen, dem Skelettsystem unserer Haut, durchzieht das Elastin, Haupbestandteil des elastischen Bindegewebes, die Lederhaut. Chemisch ist dieser Gerüsteiweißstoff, der für die Spannkraft der Haut sorgt, den kollagenen Fasern verwandt.
Östrogene beeinflussen ebenso das Altern und Welken wie Frische und Schönheit, indem sie für die Wassereinlagerung, für den Abtransport des körpereigenen Mülls, für die Versorgung der Haut mit lebenswichtigen Stoffen und deren Durchblutung sorgen.
Östrogene neutralisieren die Wirkung des Streßhormons Kortisol, das, im Überfluß vorhanden, zum Killer der Mineralien der Knochen und der Haut wird. Kortisol greift die Haut an, es baut Haut ab: Streß schadet der Haut, frisst die Kollagen auf. Im Laufe eines normalen Tages schwankt die Konzentration von Kortisol erheblich. Morgens produziert die Nebennierenrinde besonders große Mengen, abends fällt der Spiegel ab, das ist die Zeit, in der sich unsere Haut erholt, deshalb ist der Schlaf vor Mitternacht so wertvoll. Wenn Sie jetzt wissen, dass Östrogene auch für die Schönheit von innen zuständig sind, verfallen Sie bitte nicht auf die Idee, eine Hormontherapie zu beginnen, um möglichen Hautproblemen zu Leibe zu rücken.
Therapie ist:
Körperliches und seelisches Gleichgewicht zu erreichen
Die Wiederherstellung der Harmonie
Die angemessene Streßantwort zu finden
Dem Körper und der Seele das zu geben, was sie brauchen, das heißt Stoffwechsel und Psyche zu harmonisieren.
Unser äußeres Bild, so wussten schon die Menschen der Antike, und so verkünden es heute vor allem östliche Philosophien, ist immer auch ein Abbild des Inneren. Diese Tatsache schlägt sich im Allgemeinzustand der Haut genauso nieder wie in den Falten des Gesichts, die unsere Lebensgeschichte dokumentieren. Kummer und Sorgen hinterlassen auf der Haut genauso zuverlässige Spuren wie eine falsche Ernährung, ein durcheinandergeratener Stoffwechsel oder eine positive Lebenseinstellung.
Umgekehrt kann ein angenehmes Äußeres durchaus einen wertvollen Beitrag zu mehr Selbstbewusstsein und Wohlbefinden liefern. Die asiatische Weißheit, dass die Welt von einander bedingten Gegensätzen beherrscht wird, macht dies sehr deutlich. Die Kraft des Weiblichen, auch Yin genannt, ist zugleich Sinnbild der Innerlichkeit, während Yang für das Männliche und die Äußerlichkeit steht.
Yin und Yang bedienen einander. Die Vorstellung von der Harmonie aller Elemente, die erst im Zusammenwirken ihrer gegensätzlichen Kräfte zu einer funktionierenden Gesamtheit werden, erfährt in der westlichen Kultur eigentlich erst ihre Wiedergeburt seit dem Aufkommen der „ökologischen Bewegung“. Die Erkenntnis, dass wir alle Teil eines Ganzen sind und wir aus Teilen bestehen, deren natürliches Zusammenwirken uns als Menschen erst zu „ harmonischen Wesen“ macht, ist die Voraussetzung, dass wir mit uns selbst und unserer Welt in Frieden und Harmonie leben können.